Im Abstand von 20 Jahren wurde die Cellistin Emmanuelle Bertrand als instrumentale Entdeckung (2002) sowie als instrumentale Solistin des Jahres (2022) ausgezeichnet. Sie studierte an den Konservatorien in Lyon und Paris, gewann zahlreiche Auszeichnungen und Wettbewerbe und wurde 2011 von der Zeitschrift Diapason und den Hörer*innen von France Musique zur Künstlerin des Jahres gewählt. Im Alter von 25 Jahren lernte sie Henri Dutilleux kennen, der sie als »wahre Offenbarung« bezeichnete. Seitdem ist sie Widmungsträgerin für Werke von u.a. Nicolas Bacri, Pascal Amoyel und Thierry Escaich und hat zudem »Chanson pour Pierre Boulez« von Luciano Berio uraufgeführt. In dieser Zeit gründete sie auch ein Duo mit dem Pianisten Pascal Amoyel. Bertrand tritt regelmäßig als Solistin auf, unter anderem mit den Sinfonieorchestern von Luzern, Montréal, Moskau, Busan und Québec sowie mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und den Nationalorchestern von Lille, Lothringen und Straßburg. In der Saison 2026 ist sie Artist-in-Residence beim Orchestre national d’Île-de-France, mit dem sie die Cellokonzerte von Saint-Saëns und Elgar aufführen wird. Am Pariser Konservatorium ist sie Professorin für Kammermusik sowie – als erste Frau in der Geschichte der Hochschule – für Violoncello.

